Das Bundesverfassungsgericht überprüft …

Das Bundesverfassungsgericht überprüft die Zulassungspraktiken zum Medizinstudium, das kommt um Jahrzehnte zu spät! Unser Gesundheitssystem ist krank und zu viele, besonders chronisch Kranke leiden daran! Die Parteien und die Politik machen sich einen schlanken Fuß, geben Kontrollinstrumente den Nutznießern in die Hand?!
Hier sind es die Universitäten dort die Automobilindustrie (Dieselskandal), bei den Kassenärztlichen Vereinigungen der Hausärztemangel und die Bürger haben das Nachsehen, den Schaden bis schließlich die Juristen zur Abhilfe mahnen!
An unserem Tag der Gesundheit zum Erhalt der Hausärztlichen Medizin am 9.9.2017 im Haus des Bürgers in Ramstein verfassten wir, die am Ende abgedruckte Resolution, einstimmig.
Wenn wir Demokratie und unser Grundgesetz ernst nehmen, dann sind Kassenärztliche Vereinigung, Gemeinsamer Bundesausschuss, Krankenkassen und Universitäten (Drittmittel -Forschung) nicht mehr deutlich  erkennbar dem Gemeinwohl der Bürger und der Gesundheit  verpflichtet!
Denn all diesen geht es am Gemeinwohl vorbei, unter Zunahme der chronischen Krankheiten, doch erkennbar finanziell gut!
Den Patienten allerdings nicht!
Wenn sich in einer Zeitspanne von 10 Jahren in Deutschland 2000 Hausärzte ersatzlos abmelden und in der gleichen Zeit 7000 Fachärzte neu niederlassen, dann ist die Sicherstellung der medizinischen Versorgung auf dem Land und den Hinterhöfen der großen Städte grandios gescheitert!
Durch die kompensatorische Ausweitung der Akut- und Notfallmedizin (Notdienstzentralen) auf Kosten der beratungsintensiven systemischen und funktionellen Hausärztlichen Medizin, entstehen durch die dann notwendige nur strukturelle fachärztliche Behandlung, mehr und mehr teure chronische Patienten!
Probleme kann man niemals mit der selben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind”, Albert Einstein!
Deshalb braucht es zur Behandlung von chronischen Erkrankungen ein anderes Vorgehen, andere Technik und andere Medikamente!
Natürlich fragen wir uns wie all die, die für das Wohl der Bevölkerung in den zuständigen Organisationen, bei dem existierenden und zukünftig extremen Ärztemangel sich so in Ruhe wiegen und sich einer Diskussion darüber entziehen ( ca. 50% der Hausärzte müssen in den nächsten Jahren altersbedingt ersetzt werden, 70% weibliche Medizinstudenten, die voraussichtlich zu einem hohen Prozentsatz nicht tatsächlich für das Gesundheitssystem zur Verfügung stehen werden, die Zahl der ausländischen Ärztinnen und Ärzte stieg von 10 [1993], auf fast 42 tausend [2016], so sind osteuropäische Gesundheitssysteme am Zusammenbrechen )?

Inspiriert von der Gemeinwohl Ökonomie, müssten sich Patienten und Therapeuten in einem Konvent (Regionalkonferenz?!) zusammen finden, um gemeinsam Initiativen für mehr Attraktivität im hausärztlichen Bereich und damit für Gesundheit zu beschließen!
Hier legen wir, der Verein für Gesundheit und soziale Verantwortung, den Finger in die Wunde unseres Gesundheitssystems.
Wir fordern zur Aufwertung der Hausärztlichen Medizin, quasi als Aufschrei,
den interdisziplinären, integrativen Lehrstuhl für Gesundheit an allen Universitäten in Deutschland, und warum nicht auch in Europa!

Wir konnten durch finanzielle Unterstützung von Patienten, Therapeuten, Interessenten und viel Eigeninitiative diese Veranstaltung durchführen.
Wir fühlen uns ermuntert, unsere Aufklärung über sich anbahnende Verwerfungen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu benennen und darüber weiterhin aufzuklären!
Wir danken allen UnterstützerInnen herzlich und verbleiben mit hoffnungsvollen Grüßen bis auf Weiteres,
der Verein für Gesundheit und soziale Verantwortung e.V.
Für den Vorstand Dr. med. Eike Heinicke

Anbei eine beschlossene Resolution:

Die folgende Resolution wurde von den Teilnehmern des Tages für Gesundheit zum Erhalt der Hausärztlichen Medizin ohne Gegenstimmen angenommen :

1.) Erhalt einer patientennahen med. Versorgung vor Ort durch Hausärzte in einem Primärarztsystem für alle!
Hausärztliche Versorgung bietet in ihrer Pilotfunktion den besten Schutz vor medizinischer Über-/ Unter-/ und Fehlversorgung.

2.) Bundesweiter Ausbau von Forschung und Lehre für Hausärztliche Medizin unter besonderer Einbeziehung funktioneller und systemischer Medizin (Interdisziplinäre Lehrstühle für Gesundheit an allen Universitäten)!

3.) Anerkennung und Wertschätzung der Bedeutung des Gespräches zwischen Arzt und Patienten!
Wie schon in den Entwürfen für die neue GOÄ umgesetzt, sollten auch für den Bereich der GKV ( EBM )die persönlich vom Arzt erbrachten Leistungen
in Wertschätzung ihrer enormen Bedeutung gegenüber den technischen Leistungen deutlich aufgewertet werden.
Hausärztin und Hausarzt begleiten ihre Patientinnen und Patienten über sehr lange Zeiträume. Sie behandeln nicht nur einzelne Krankheiten, sondern Menschen und Familien in Gesundheit und Krankheit gleichermaßen.
Der unverzichtbare Bestandteil dabei ist das ärztliche Gespräch auf Augenhöhe!
Dies setzt ausreichend Zeit für eine intensive Arzt-Patienten-Kommunikation und gemeinsame Entscheidungsfindung voraus, die in Wertschätzung und angemessener Vergütung ihren Ausdruck finden muss!

4.) Einzelvergütungen der ärztlichen Leistungen sind durch quartalsunabhängige Pauschalen zu ersetzen.
Erfolgreich wird dies bereits in den Verträgen mit hausarztzentrierter Versorgung erreicht.

5.) Einführung einer Positivliste, damit Klärung sinnvoller Verordnung von Medikamenten. Anstelle von Regressen sollte die Überprüfung
hausärztlichen Handelns im Rahmen sogenannter Pharma-Qualitätszirkel
(wie in der hausarztzentrierten
Versorgung in Baden-Württemberg) stattfinden.

6) Verankerung von ganzheitlicher Medizin im Hausarztwesen!

2017-10-15T19:47:29+00:00